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Interkommunale ABC-Übung

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Die Herbstabschlussübung des gemeinsamen ABC-Zuges der Stadt Schmallenberg und der Gemeinde Eslohe fand in diesem Jahr am Fraunhofer Institut in Grafschaft statt.

Die vorgegebene Lage: Ein Mitarbeiter hatte einen Arbeitsunfall im Bereich des Gefahrgutlagers des Institutes, Er wurde vermisst, vermutlich wurde er mit einem Gefahrstoff kontaminiert. Nach der ersten Erkundung durch den ersten vorgehenden Trupp unter Atemschutz wurde schnell klar, dass eine Menschenrettung nur unter CSA (Chemikalienschutzanzug) möglich war. Der anwesende Fachberater des ABC-Zuges fasste die Erkundungsergebnisse zusammen und teilte dem Einsatzleiter mit, dass nach ersten Erkenntnissen in dem Raum ein hoch giftiger Stoff ausgelaufen sei, der ein Betreten nur unter Schutzanzügen möglich macht. Der verunfallte Mitarbeiter wurde nicht sofort gefunden, so dass zwei Trupps unter CSA schnell ausgerüstet wurden. Ein Trupp betrat den Raum, in dem der Gefahrstoff ausgetreten war und in dem sich der verunfallte Mitarbeiter befand. Der zweite Trupp stand als Rettungstrupp in Bereitstellung. Zeitgleich wurde ein DEKON-Platz (Dekontaminationsplatz) aufgebaut.

Diesen müssen alle Personen, die den Gefahrenbereich verlassen, passieren. Damit ist sichergestellt, dass kein Gefahrstoff an Menschen, Umwelt und Geräten weiter verteilt wird. Nachdem der erste Trupp unter CSA den kontaminierten Raum betreten hatte, konnte der vermisste Mitarbeiter aufgefunden und mittels einer Schleifkorbtrage zum DEKON-Platz gebracht werden. Hier wurde er dekontaminiert und an die Ersthelfer übergeben und betreut. Ebenso wurde der vorgehende Trupp dekontaminiert. Danach gab der Einsatzleiter Thomas Knoche vom Löschzug Fredeburg das Ende der Übung bekannt. Die Abschnittsleitung Dekon hatte Sebastian Lünenstrass von der ABC-Einheit Eslohe. Insgesamt waren 40 Kameraden aus der Gemeinde Eslohe und der Stadt Schmallenberg an der Übung beteiligt.  Der ABC-Erkunder des Bundes (Fahrzeug für Erkundungen), welches in der freiwilligen Feuerwehr/Löschzug Schmallenberg stationiert ist, wurde mit eingebunden. Dieser kann während der Fahrt Messungen von Gefahr- und Kampfstoffen auswerten. Ebenso kam die Atemschutzwerkstatt aus Grafschaft zum Einsatz.

Ein besonderer Dank gilt der Leitung sowie den Mitarbeitern des Fraunhofer Institutes, die das Übungsgebäude und Gelände zur Verfügung gestellt haben.